Was Du auf den Kanälen von Birmingham über Marken und deren Wiedererkennbarkeit lernen kannst

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Was Du auf den Kanälen von Birmingham über Marken und deren Wiedererkennbarkeit lernen kannst
von
Marie Niederländer
4
min
December 14, 2022
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Auf meinem kleinen Kurzurlaub nach Großbritannien habe ich viel sehen und entdecken dürfen. Besonders wertvoll waren dabei die Erkenntnisse, die ich auf den Kanälen von Birmingham bei einer Kanalrundfahrt im Hinblick auf Marken, deren Funktion und Unterscheidbarkeit gemacht habe.

Die Kanäle gibt es schon seit dem 18. Jahrhundert und wurden als Transportmittel für verschiedenste Güter genutzt. Zunächst gab es mehrere Kanäle, die nicht miteinander verbunden waren, da sie von unterschiedlichen Unternehmen betrieben wurden und so auch in Konkurrenz miteinander standen. Nicht nur unter den Schifffahrern galt es sich durchzusetzen, sondern auch die Transportanbieter, die den Schienenweg nutzten, galten als Wettbewerb.

Die Kanalschifffahrt als Markenschauplatz

Auch wenn die Auswahl an Anbietern früher deutlich begrenzter war als heute, galt es sich schon damals von der Masse abzuheben, um geschäftlich erfolgreich zu sein. Schiffe wurden mit bestimmten Farben und Schriften verziert, um (besser) erkannt zu werden. Die Schiffe wurden "markiert". Sie erhielten eine erkennbare Identität. Ein von den anderen abweichendes Erscheinungsbild und der gewählte Name sorgten für Unterscheidbarkeit und im besten Fall für Wiedererkennungswert. So versuchten Anbieter schon damals im Gedächtnis zu bleiben und mit seinem Namen für etwas Bestimmtes zu stehen.

Was Marken heutzutage brauchen, um zu überleben und zu wachsen

Im Vergleich zu den derzeitigen Marktverhältnissen und den Makrodynamiken unserer Zeit sind und waren die Kanäle von Birmingham ein wirklich ruhiges Umfeld mit wenig Konkurrenz und vielen Möglichkeiten zum Überleben. Um heute langfristig zu bestehen, braucht jedes Unternehmen eine Markenstrategie, durch deren Umsetzung die passenden Menschen erreicht, gewonnen und bestenfalls angezogen werden können.

Denn: Die Auswahl an Markenanbietern ist größer denn je und als Konsument unabhängige Vergleiche zu ziehen, war noch nie einfacher.

Wenn du dir zum Beispiel einen neuen Fernseher zulegen möchtest, hast du nicht nur die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Marken, sondern auch zwischen unterschiedlichen Angeboten und Händlern. Außerdem stehen dir verschiedene Wege offen, um dich mit den Optionen zu beschäftigen. Du kannst also eine Reihe unterschiedlicher Kanäle wählen, um deine Kaufentscheidung vorzubereiten und nach Wahl zu treffen.

Um bei dieser Fülle an Alternativmöglichkeiten zur auserwählten Option zu werden, ist ein professioneller, also konsistenter und kohärenter Markenauftritt unerlässlich. Aber das ist noch nicht alles: Früher hat es – wie die Bilder zeigen – gereicht, eine gelungene Farbauswahl zu treffen und eine ästhetische Schriftart zu wählen, um sich von anderen optisch abzuheben. In unserer zunehmend komplexen Welt, in der wir tagtäglich von Unmengen an Informationen beschallt werden, gestaltet es sich umso schwieriger, bei den richtigen Menschen in Erinnerung zu bleiben. Daher braucht es ein Erscheinungsbild, welches mit Blick auf die Alternativen in der Lage ist, aufzufallen, erinnert und mit den richtigen Assoziationen in Verbindung gebracht zu werden.

Um Menschen effektiv zu erreichen, statt ihren sensiblen Filtern zu unterliegen, braucht es also Markenidentitäten, die durch konsistente und wiederholte Kommunikation das Potenzial haben, sich einen dauerhaften Platz in den Köpfen bestimmter Menschen zu verschaffen. Neben dem distinktiven Erscheinungsbild sollte die Marke sich außerdem klar für bestimmte Werte positionieren und ihre Versprechen durch verlässliche Leistungen erfüllen. (Distinctiveness + Differentiation)

Distinktive Marken, also Marken, die sich abheben und somit im Gedächtnis bleiben, sind die Basis für effektives Marketing und damit für eine gesunde Geschäftsentwicklung. Ob die Marke langfristig überleben und wachsen kann hängt von der gebotenen Substanz, aber eben auch von der Verpackung und ihrer Wiedererkennbarkeit ab.

Während es auf den Kanälen Birminghams genügt hat, die Wiedererkennbarkeit rein über einige wenige ästhetische Entscheidungen zu erzeugen, braucht es heutzutage deutlich raffinierte Herangehensweisen, damit deine Marke im Gedächtnis bestimmter Menschen bleibt und dort die Position einnimmt, die dazu führt, dass sie die Leistungen des Unternehmens in Anspruch nehmen oder diese weiterempfehlen.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest ...

➡️ was eine distinktive Marke auszeichnet und wie sich deine Marke von anderen Alternativen noch besser abheben kann, schau dir unbedingt folgende Artikel etwas genauer an und überlege dir, wie du die Theorie in die Praxis umsetzen kannst.

Wann immer Du bereit bist, hier sind 3 Möglichkeiten,
wie wir Dir helfen können:
  1. Business & Brand Discovery: Gemeinsam schaffen wir Klarheit im Innen und im Außen und richten die
    Organisation an Stärken, Werten und langfristigen Zielen aus.
  2. Business & Brand Strategy: Gemeinsam erschließen wir eine strategische Stoßrichtung, um die richtigen Menschen für die Marke zu gewinnen und die Zukunftsfähigkeit Deines Geschäfts zu sichern.
  3. Business & Brand Evolution: Gemeinsam ermöglichen wir nachhaltiges Wachstum durch die Entwicklung menschlicher Potenziale digitaler Lösungen und passender Strukturen auf Basis der radikal kundenzentrierten Strategie.

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Marie Niederländer
Hallo, ich bin Marie Niederländer und ich helfe Unternehmen dabei, experimentierfreudig zu bleiben und die Macht der Daten für sich zu nutzen, um Chancen sowie Risiken zu erkennen. In einer immer komplexer werdenden Welt ist es mein größtes Anliegen, Menschen und Organisationen dabei zu unterstützen, sich zurechtzufinden, um sich gesund entwickeln zu können. Als Physikerin bin ich der Lage Probleme aus verschiedenen Perspektiven und mit großer Neugier auf den Grund zu gehen. Ich helfe dabei, bestehende Lösungen in Frage zu stellen, um noch effektivere Lösungen zu finden. Dabei verfolge ich den Ansatz, qualitative und quantitative Sichtweisen zu integrieren, um Erkenntnisse über den Status Quo und bestehende Potenziale zu entdecken.‍

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